B1 - La Route de Louveciennes

„La Route de Louveciennes“ von Camille Pissaro war das erste Stück, mit dem ich die Albumarbeit begonnen habe. Ungewöhnlicherweise hatte ich eine simple, aber gute Idee, was ich dazu spielen könnte, nachdem ich es mir einmal angesehen hatte. Es war einfach nur Klavier, ungefähr fünf Minuten lang und sehr einfach. Aber nach einiger Zeit hat es mich sehr gelangweilt, dass das Stück nur aus einer Klavierspur besteht. Das Bild an sich kann man unter so vielen verschiedenen Gesichtspunkten betrachten, dass ein Solo-Piano-Stück dem Ganzen am Ende einfach nicht gerecht geworden wäre. Dann ist allerdings zufällig etwas sehr schönes passiert. Durch eine Unterhalten nach einem Auftritt, habe ich herausgefunden, dass ein guter Bühnen-Kollege von mir, der ebenfalls schreibt, seit Jahren schon Geige spielt. Wir haben uns dann über das Album unterhalten und er hatte Lust, sich daran zu beteiligen. Also haben wir uns ein paar Wochen später getroffen, ich habe vorher schon etwas aufgenommen, bei dem ich dachte, dass es gut zum Gemälde passen könnte und Marius hat es einfach immens verbessert. Ohne auch nur nachzufragen, was ich eigentlich möchte, hat er genau das gespielt, was ich mir vorgestellt habe. Aber eben auch noch viel, viel mehr und besser.


„La Route de Louveciennes“ by Camille Pissaro was the first piece I have worked on. The strange thing is that I had a very nice idea for it in my mind when I looked at it for the first time. It was a solo piano piece, about 5 minutes long and very simple. But as time went by I was bored by the fact that it was only piano. The painting itself has so many different aspects that it simply would not have done any justice by playing only the piano for it. What happened next can be described as a very happy accident (like Bob Ross put it). I discovered that a good buddy of mine, who also is a writer, plays the violin and wanted to help me out. We shared the stage multiple times before, but never talked about music. So we decided to meet up, I prerecorded some chords on the Rhodes which I thought were fitting and Marius went complete genius on it. Without any questioning he exactly knew how I wanted the piece to sound and even made it better than I had imagined.